Tag 6 18.05.2026   Ausflug zur Dingle Halbinsel   164 km 

Leider hat es heute den ganzen Tag geregnet. Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen und starten unsere geplante Rundtour über die Dingle Halbinsel. Wie empfohlen fahren wir von Killarney im Uhrzeigersinn über die R 563 und R 561 ( Wild Atlantik Way)  erst einmal nach Dingle. Dingle ist ein Hot Spot, wo viele Reisebusse hinfahren. Entsprechend voll ist auch der Parkplatz. Wir machen nur einen kurzen Stop, denn wir kommen ja auf dem Rückweg noch einmal vorbei. Es geht über die R 559 nach Dunquin. Die Straße ist sehr schmal, lässt sich aber gut fahren. Da es mittlerweise sehr stark regnet, lassen wir den Fußweg zum Hotspot ausfallen ….leider…. aber es hat keinen Sinn, denn die Sicht ist grottenschlecht, da ersparen wir uns den Weg. Es wird noch viele schöne Hotspots zu sehen geben. 

Wir fahren weiter auf dem Slea Head Drive und verpassen dann eine Straße ( Google Maps hat uns geleitet) , fahren daher quer Feld ein, eine winzige Straße entlang.  Auch bei diesem Wetter ist die Landschaft wunderschön anzusehen. Dann findet Maps zurück zum Slea Head drive und wir landen wieder in Dingle. Dort wollen wir unsere Mittagspause einlegen. Aber das haben viele andere auch vor und es ist überall rappelvoll. Somit gehen wir in einen gut sortierten Supermarkt und holen uns für den Hunger zwischendurch jeder einen leckeren Wrap. Wir beschließen spontan ( wegen des Wetters), den Abend im Appartement zu verbringen und kaufen daher noch Salat, Sushi und anderes für unser Abendessen ein. Darin sind wir beide total flexibel. 

Nachdem wir uns im Auto gestärkt haben geht es rauf über die R 560 zum Connor Pass. Für Womos ist hier Schluss, denn die Strasse ist zu eng.

Leider ist die Sicht immer noch sehr schlecht, aber man kann erahnen, wie es bei schönem Wetter sein müsste. Allerdings wäre dann der kleine Parkplatz am Wasserfall bestimmt überfüllt. Also: alles hat seine Vorteile. So können anhalten und ein paar Fotos schießen.

 

Anschließend geht es weiter über die R 560 und dann die N86 Richtung Tralee, zur Blennerville Windmühle . Leider hat sie heute nicht geöffnet.

Die Blennerville Windmühle im frühen 19. Jahrhundert

Die Blennerville Windmühle baute Blennerhassett großzügig. Mit 21 Metern Höhe und vier hölzernen Flügeln mit über 18 Metern Länge war sie ein kraftvolles Werkzeug ihrer Zeit. Hierbei ist ihr Kopf rotierend. Dadurch lässt sich die Windmühle bei veränderter Windrichtung neu ausrichten. Zudem sind die Flügel mit Stoff bespannbar. Dieser fängt mehr Wind und treibt die Mühle so schneller an. Jedoch versteckte sich hierin auch viel Potential für Unfälle. Deshalb muss die Mühle noch heute bei zu starkem Wind der Spannstoff entfernt und die Mühle manuell gestoppt werden.

Insgesamt unterteilte sich das turmartige Mühlengebäude in fünf Stockwerke. Davon die meisten dienten zur Lagerung von Getreide, dem fertigen Mehl. Ganz oben im Kopf der Mühle befindet sich die Steuerung und Bremsanlage. Die Etagen sind mit einem Lastenseil verbunden. Hierüber zogen die Müller die schweren Getreidesäcke hinauf und ließen die gefüllten Mehlsäcke hinab.

 

Somit geht es jetzt auf direktem Weg  über die N 22 zum Appartement. Dort erst einmal Kaffeepaus und dann machen wir es uns wieder mit Harry Potter vor dem Fernseher gemütlich. Wie haben keine Lust mehr vor die Tür zu gehen, da es immer noch stark regnet und hoffen auf besseres Wetter für morgen.