Tag 4 16.05.2026 von Kinvara nach Ennis 170km
Wir sind wieder früh aufgestanden, um 8 Uhr gab es Frühstück und um 8:45 Uhr waren wir startklar.
Unser 1. Stop sollte eine Höhle sein. Wir sind um 9:15 bei der Höhle, müssen aber feststellen, dass sie erst um 10 Uhr öffnet. Es ist kalt und ungemütlich, da wollen wir nicht noch warten und fahren weiter zum nächsten Stop: Poulnabrone Dolmen
Der Poulnabrone-Dolmen steht seit 5.200 bis 5.800 Jahren auf einem Hochplateau inmitten der karstigen Kalksteinlandschaft des Burren. Das ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist der Gedanke, dass neolithische Siedler die beiden großen Portalsteine und den massiven waagerechten Deckstein irgendwie in Position manövriert haben, indem sie diese massiven Felsblöcke, von denen einige bis zu 1,5 Tonnen wiegen, bewegt und platziert haben.
Auf Irisch bedeutet der Name Poulnabrone „das Loch der Trauer“ - ein passender Name für eine heilige Begräbnisstätte. Bei Ausgrabungen in den 1980er Jahren wurden die sterblichen Überreste von 33 Personen gefunden, und die Radiokohlenstoffdatierung hat ergeben, dass die Grabstätte etwa 600 Jahre lang genutzt wurde. Neben den menschlichen Überresten fanden die Archäologen auch antike Schätze, darunter eine Steinaxt, Pfeilspitzen, Perlen, einen Knochenanhänger, Quarzkristalle und Tonscherben.
Die Landschaft ist hier eine ganz andere, wie gestern.
Trotz ihres kargen Aussehens ist die Region ein ökologisches Wunder: Sie ist der einzige Ort weltweit, an dem arktische, alpine und mediterrane Pflanzenarten direkt nebeneinander wachsen. Über 70 % aller in Irland heimischen Blumenarten finden sich hier, darunter zahlreiche seltene Orchideenarten.
Uns gefällt die Landschaft gut, die Pflanzen, die die Steine bedecken sind wunderschön. Wir haben auch Glück, denn langsam hört es auf zu regnen und die Sonne zeigt sich immer mal.
Anschließend fahren wir den nächsten Abschnitt des Wild Atlantik Way bis zu den Ciffs of Moher. Weil wir so früh dran sind, sind noch nicht viele Reisebusse da und wir bekommen problemlos einen Parkplatz. Eintritt : 15 EUR p.Person incl. Parkplatz . Es ist es uns wert und wir freuen uns, das wir diesmal Zeit genug haben, auf beide Seiten zu gehen. Bei unserem letzten Besuch konnten wir nur auf die rechte Seite. Der Ausblick von beiden Seiten ist wunderschön.
Danach geht es weiter gen Süden, denn ich habe einen „Geheimtip“ von einer Wohnmobilistin, die ihre Reise beschrieben hat. Dort steht geschrieben, dass hinter Kilkee ein Ciff ist, das noch schöner sein soll, als die Ciffs of Moher.
Vorher stoppen wir noch im Ort Kilkee, wir wollen einen Kleinigkeit essen und gehen ein wenig an der Promenade entlang. Es ist schön hier, aber wir finden nichts, was uns zum Verweilen einlädt. Auch wenn die Sonne jetzt immer mal scheint, die Außenlokale sind noch nicht auf Sommer eingestellt und geschlossen.
Somit verpflegen wir uns mit unserer Notfallration und fahren weiter zum Hotspot Kilkee Cliff.
Als wir die schmale Straße dorthin entlang fahren, sind wir schon nach wenigen hundert Metern begeistert und haben den 1. Stop. Dann geht es weiter bis zum nächsten Parkplatz. Dort sind wenig Touristen, die Sonne scheint und es ist tatsächlich viel schöner, als die Cliffs of Moher.
Wir bleiben 1 Stunde und wandern ein wenig herum. Aus vielen Perspektiven sehen wir atemberaubende Ausblicke.
Dann geht es direkt zu unserem Übernachtungsort: Ennis
In Ennis wollen wir uns erst einmal stärken und finden wieder ein nettes Lokal. Danach checken wir im Hotel ein und machen ein wenig Siesta.
Ennis ist bekannt für traditionelle irische Musik in den Pubs. Also machen wir uns abends auf den Weg. Aber: überall wird Fussball geschaut und somit drehen wir um und schauen uns Harry Potter an ( hat Benny auf seinem Laptop und den können wir mit dem Fernseher verbinden---klasse).